Schriftliche Kleine Anfrage 02.05.2018 zum Thema „Wie weiter im deutschen Glücksspiel?“ in der Bremischen Bürgerschaft

Die SPD-Abgeordneten fragen nach den weiteren Entwicklungen in der deutschen Glücksspielregulierung vor dem Hintergrund des Nichtinkrafttretens des 2. GlüÄndStV. Mit dem 2. GlüÄndStV wäre auch eine bessere Regulierung für Online-Glücksspiele sowie eine Ertüchtigung der Glückspielaufsichtsbehörden zu erwarten gewesen.
Da eine bessere Regulierung im Sinne eines effektiven Spielerschutzes in Bezug auf Jugendschutz und Suchtprävention weiter nötig ist, fragen die Abgeordneten den Senat nach deren Gewährleistung.

1.    Welche Gründe brachten die ablehnenden Länder für die Nichtratifizierung vor?

2.    Rechnet der Senat damit, dass die Erlaubnis zur Veranstaltung und Vermittlung von Sportwetten wieder an den DLTB zurückfällt?

3.    Wie beabsichtigt der Senat gegen illegale Anbieter von Wetten auf Lotterien des DLTBs vorzugehen und was hält er vom sog. Payment Blocking?

4.    Hält der Senat die Schaffung einer länderübergreifenden Online-Aufsichtsbehörde für geboten, um wirksam gegen die unerlaubten Anbieter vorgehen zu können und sofern das der Fall ist in welcher Form und Ausführung?

5.    Hält der Senat die Intensivierung des Online-Casino-Angebots für gesellschaftspolitisch wünschenswert und wie entziehen sich Online-Angebote staatlicher Kontrolle?

6.    Sieht der Senat durch eine Ausweitung von Online-Glücksspielen die von BVerfG, BVerwG und EuGH formulierten Erfordernisse in Bezug auf Kriminalitäts- und Suchtbekämpfung sowie Jugendschutz gewährleistet?

7.    Hätte die Ausweitung des Angebots von Online-Casinos nach Ansicht des Senats Auswirkungen auf die vom BVerfG bestätigte Regulierung von Spielhallen?

8.    Wie kann Jugend- und Spielerschutz im Falle der Einführung von Online-Casinos gewährleistet werden?

9.    Wie schätzt der Senat die gesetzliche Vorgehensweise in Österreich mit IP-Blocking und strenger Sanktionierung als Instrument gegen illegales Online-Glücksspiel?

Die Antwort des Senats steht noch aus.

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