Verhaltens- und verhältnispräventive Strategien der Schadensminimierung aus suchtwissenschaftlicher Perspektive

Empirische Untersuchungen aus der Schweiz

(Prof. Dr. Suzanne Lischer) In der Schweizerischen Gesetzgebung kommt dem Spielerschutz eine große Bedeutung zu: Vermutlich gibt es weltweit kein anderes Land mit derart hohen gesetzlichen Auflagen für Prävention und Früherkennung im Glücksspielbereich (Häfeli, 2010). Die Spielbankenregulierung und -Aufsicht ist im Rahmen eines sogenannten Konzessionsmodells geregelt. Demnach dürfen Glücksspiele – vorbehältlich der im Lotteriegesetz geregelten Lotterien und Wetten – nur in konzessionierten Spielbanken angeboten werden. Das Aufstellen von Geldspielautomaten außerhalb der Spielbanken ist verboten. Das entsprechende Bundesgesetz über Glücksspiele und Spielbanken (SBG) bezweckt einen sicheren und transparenten Spielbetrieb, die Verhinderung von Kriminali-tät und Geldwäscherei und die Vorbeugung sozialschädlicher Auswirkungen des Glücksspiels (SBG, 1998). Die Umsetzung der gesetzlichen Auflagen wird von der Eidgenössischen Spielbankenkommission (ESBK) regelmäßig überprüft. Aktuell ist eine Gesetzesrevision im Gang. Unter anderem ist eine Öffnung des Marktes für Online-Glücksspiele vorgesehen. Das revidierte Geldspielgesetz wird voraussichtlich 2019 in Kraft treten.

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