Breaks in Play

Empowering Gamblers through In-Game Harm Minimization Features for Electronic Gaming Machines

(Sally M. Gainsbury und Alex Blaszczynski) Gambling is a multi-billion dollar world-wide industry, with consumer spending on gambling (amounts wagered less payout) predicted to reach US$511 billion by 2019.1 Approximately 65–90 percent of adults worldwide report gambling at some level on some form each year, with the majority doing so recreationally and in the absence of any significant negative consequences. However, current epidemiological research estimates that between one percent and five percent of adults in the general population meet criteria for a gambling disorder or experience gambling-related problems. Problem gambling is characterised by excessive money and/or time spent gambl­ing such that adverse consequences including significant distress or life disruption for the gambler, others, or for the community emerge. Problem gambling is associated with significant costs to individuals and families as well as society, including mental and physical health problems, family breakdown, lost productivity, legal problems, crime, bankruptcy and suicide. From a public health perspective, problem gambling represents (and is predicted to remain) a substantial health and social burden on the community. The Australian Productivity Commission2 (2010) estimated that the cost of problem gambling to the community was AUD$4.7 bil-lion leading to their conclusion that policy measures with even modest effectiveness in reducing harm will often be worthwhile.

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Qualitätsbezogene anstelle mengenorientierter Regulierung des Glücksspielangebots

Implikationen für den Verbraucherschutz

(Prof. Dr. Gerhard Bühringer, Roxana Kotter, Dr. Anja Kräplin, Technische Universität Dresden) Dieser Beitrag befasst sich mit der Frage, wie der Verbraucherschutz für Personen, die Glücksspielangebote in Deutschland terrestrisch oder online nutzen, möglichst effektiv umgesetzt werden kann. Hintergrund sind zum einen Forschungsergebnisse zu Entwicklung und Verlauf pathologischen Glücksspielens sowie zu den Zusammenhängen von Glücksspielangebot, Glücksspielmerkmalen und glücksspielbezogenen Störungen. Zudem wird die aktuelle Diskussion aufgrund verschiedener Gerichtsentscheidungen berücksichtigt, die zentrale Aspekte des gegenwärtigen Konzepts für den Verbraucherschutz in Deutschland infrage gestellt bzw. verworfen haben (vgl BeckOK GewO/Reeckmann, 33. Ed. 15.02.2016, GewO § 33i Rn. 6.1).
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Wirksamkeit von Werbung

Fragen zur Wirksamkeit von Werbung im Glücksspielwesen

(Prof. Dr. Michael Häfner und Johannes Fertmann, Universität der Künste Berlin) Im Kontext jüngster Vorstöße zur Neufassung des Staatsvertrags zum Glücksspielwesen in Deutschland (GlüStV), aber auch im Hinblick auf rezente Urteile zur Regulierung von Werbemitteln im Glücksspielwesen, stellt sich die Frage nach der Wirksamkeit von Werbung. Auch wenn sich der Judikative sehr konkrete Fragen, bspw. nach dem Anreizcharakter bestimmter Logos und Schriftzüge, stellen, sind wir der Meinung, dass dieses Problem einer breiteren Fragestellung nach der allgemeinen Wirksamkeit und der Aufgabe von werblichen Maßnahmen im Glücksspielwesen bedarf.

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Glücksspielverhalten und Glücksspielsucht in Deutschland

Ergebnisse des Surveys 2015 und Trends. Forschungsbericht der BZgA (Haß, W., & Lang, P., 2016)

In ihrem im Januar 2016 erschienen Bericht stellt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung nun bereits zum fünften Mal die Ergebnisse ihrer Repräsentativerhebung zum Glücksspielverhalten der deutschen Bevölkerung vor. Wie schon in der letzten Untersuchung von 2013 wurden wieder mehr als 10.000 Personen im Alter von 16 bis 65 Jahren in Deutschland befragt. Zwar wurden auch diesmal wieder zwei unterschiedliche Stichproben – eine Festnetz- und eine Mobilfunkkohorte – für die Durchführung der Telefoninterviews gebildet, diesmal jedoch deren Ergebnisse nicht wie 2013 getrennt, sondern zusammengefasst dargestellt. Aufgrund dieser methodischen Änderungen bleibt es schwierig, die Ergebnisse der einzelnen Jahrgänge miteinander zu vergleichen. Weiterlesen

„Die Anzahl der Geldspielautomaten ist für den Spielerschutz von sekundärer Bedeutung“

Glücksspielsucht-Expertin Prof. Dr. Suzanne Lischer im Interview

Prof. Dr. Suzanne Lischer von der Hochschule Luzern beschäftigt sich mit Suchtforschung sowie der Entwicklung und Evaluationen von Spielerschutzmaßnahmen in Schweizer Spielbanken und im Online-Glücksspielbereich. Mit uns sprach sie über die Effekte, die eine Regulierung der Angebotsmenge auf glücksspielbezogene Probleme hat und wie ein möglichst risikoarmes Glücksspielangebot aussehen kann.

Frau Lischer, in seinem Beitrag für diese Zeitschrift geht Prof. Tilman Becker davon aus, dass die Adaptionsthese sehr wahrscheinlich den Zusammenhang zwischen der Angebotsmenge von Glücksspielen und dem Problemausmaß in der Bevölkerung korrekt beschreibt. Können Sie dies aus der empirischen Beobachtung der Entwicklung in der Schweiz bestätigen?

Das Glücksspielangebot, und entsprechend die Konsummenge, in der Schweiz hat sich in den letzten Jahren um ein Vielfaches erhöht. Die im Rahmen der Schweizerischen Gesundheitsbefragung durchgeführten Prävalenzstudien aus den Jahren 2012, 2007 und 2002 zeigen weitgehend stabile Größenordnungen. Von den 18.357 befragten Personen haben rund 70 Prozent der Befragten angegeben, schon mindestens einmal in ihrem Leben Glücksspiele gespielt zu haben (Lebenszeitprävalenz). Bei der Problembelastung durch Glücksspiel weisen die Ergebnisse für das Jahr 2012 gegenüber dem Jahr 2007 eine leicht rückläufige Tendenz auf. Der Anteil von Personen mit vermutlich problematischem Spielverhalten sank von 1,5 Prozent im Jahr 2007 auf 0,7 Prozent im Jahr 2012. Der Anteil von Personen, die vermutlich ein pathologisches Glücksspiel betreiben, sank auf 0,4 Prozent (2012), was einem leichten Rückgang im Vergleich zum Jahr 2007 entspricht (0,5 Prozent). Für das pathologische und problematische Glücksspiel konnte insgesamt ein tendenzieller Rückgang von geschätzten zwei Prozent in 2007 auf 1,1 Prozent in 2012 festgestellt werden (alle Angaben zu Spielverhalten sind Lebenszeitprävalenz-Zahlen: ESBK, 2014).

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Verfügbarkeit und Sucht beim Automatenspiel

Eine wissenschaftliche Analyse

(Prof. Dr. Tilman Becker) Die wissenschaftliche Analyse des Zusammenhangs zwischen Verfügbarkeit und Sucht ist von besonderem Interesse, um die Auswirkungen des Verbots der Mehrfachspielhallen und der Mindestabstandregel zwischen Spielhallen auf das Suchtgefährdungspotenzial bei Glücksspielen zu untersuchen.

Das Drei-Faktoren-Modell der Entstehung eines pathologischen Glücksspielverhaltens unterscheidet zwischen den strukturellen Merkmalen des betreffenden Glücksspiels, d. h. den Eigenschaften des Glücksspiels selbst, dem Setting, d. h. der Umgebung, in der das Glücksspiel stattfindet, und dem Individuum.

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Könige, Kronen und Konsumäffchen

Glückspielwerbung – ein klärungsbedürftiges Politikum

(Prof. Dr. Jürgen Schulz und Robert C. Müller) Schon das Symbol eines Löwenkopfes bietet nach Ansicht des Verwaltungsgerichts Gießen eine erhebliche Anreizwirkung zum Spontanbesuch von Spielhallen (8 L 3010/13.Gi vom 7. April 2014). Wenn es so einfach wäre, wie noch anno 1993 der Werbewissenschaftler Kroeber-Riel Agenturen und Unternehmen versprach: „Bilder sind schnelle Schüsse ins Gehirn.“
Doch die Wirksamkeit von Werbung wird inzwischen in Wissenschaft und Fachwelt zurückhaltender betrachtet. Allerdings hat man den Eindruck, dass das Erbe eines mechanistischen Ursache-Wirkungs-Verständnisses inzwischen viel stärker wirkt als die Werbung selbst. Es lohnt ein Rückblick auf über 100 Jahre Wirkungsgeschichte, um die Vorbehalte gegen Werbung zu verstehen.

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