Die ökonomische Bedeutung des Glücksspielmarktes in Deutschland – Eine Volkswirtschafltiche Betrachtung

(Dr. Jan Kleibrink und Prof. Dr. Bernhard Köster) Etwa drei Viertel der deutschen Wohnbevölkerung haben schon einmal an einem gewerblichen Glücksspiel teilgenommen. Daraus erwächst eine relevante wirtschaftliche Bedeutung der Branche. Der Glücksspielmarkt in Deutschland selbst ist aufgrund der rechtlichen Rahmenbedingungen in drei Segmente aufgeteilt: einen regulierten, einen nicht-regulierten und einen sanktionierten schwarzen Markt. Dabei sind die beiden letzteren Segmente nach deutschem Recht illegal.

Der regulierte Markt, in dem Anbieter mit einer deutschen Glücksspielkonzession agieren, ist mit Bruttospielerträgen von 10,4 Milliarden Euro der größte Teilmarkt.

Das nicht-regulierte Marktsegment – auf dem Anbieter mit einer Glücksspielkonzession aus einem anderen EU-Staat in Deutschland operieren – folgt mit jährlichen Bruttospielerträgen von 2,3 Milliarden Euro. Hinzu kommt der illegale Schwarzmarkt – Glücksspielanbieter ohne eine Lizenz –, wo in grober Abschätzung zusätzliche 1,5 Milliarden Euro an Bruttospielerträgen generiert werden.

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Wirkung von Zertifizierungen in zu regulierenden Märkten

Praktische Erfahrungen

(Olaf Seiche) Die Zertifizierung1 auf Basis von Standards und die damit einhergehende Prüfung von Unternehmen hat verschiedene Effekte. Diese betreffen das Unternehmen selber und auch jene, die in irgendeiner Weise an dem Unternehmen, seinen Leistungen oder Produkten interessiert sind. Ein Zertifikat liefert den Interessenten spezielle Informationen. Es besagt, dass das geprüfte und zertifizierte Unternehmen nach einem Standard arbeitet und die geforderten Kriterien erfüllt. Ein Zertifikat schafft mehr Transparenz für die interessierten Parteien und kann deren Entscheidungen beeinflussen.
In Deutschland finden verschiedene Standards beziehungsweise Zertifizierungen Anwendung. So gibt es spezielle Branchen- und Industriestandards als auch gesetzlich geregelte Zertifizierungen mit unterschiedlichen Zielsetzungen. Prüfgesellschaften, die Unternehmen auf Basis bestimmter Standards prüfen und zertifizieren, müssen – je nach Standard – eine Akkreditierung vorweisen. In Deutschland ist die Akkreditierung eine hoheitliche Aufgabe des Bundes und durch das Akkreditierungsstellengesetz geregelt. Verantwortlich ist hierfür die Deutsche Akkredi-tierungsstelle (DAkkS) in Berlin.

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