A Collaborative Approach to Evidence-Based Regulation: The New Jersey Experience

By Lia Nower, J.D., Ph.D.

Introduction
International studies have estimated that 0.1% to 13% of the adult population gambles on the Internet (Broda, et al., 2008; Sprostson, Hing & Palankay, 2012, Wardle et al., 2011; Wood & Williams, 2011). However, a collaboration between regulators and researchers in New Jersey reported that the number is much higher – nearly 25% – due in large part to the proportion of younger players who prefer to gamble on cellphones, tablets and other forms of interactive media (Nower, Volberg, & Caler, 2017).

In 2013, New Jersey became the third state in the U.S. to legalize Internet gaming but the first to require any form of analytic evaluation. The law, which permitted adults 21 and over to gamble online with the State’s boundaries, provides that online operators must partner with Atlantic City casinos to offer online games, regulated by the state’s Division of Gaming Enforcement (DGE). In addition, the law mandated that the DGE contract with an outside entity to provide yearly reports, examining the overall impact of Internet gaming and patterns of play on problem gambling. Weiterlesen

Glücksspiel – very britisch

Ein Blick über den Tellerrand

Von Günther Knoblauch

 Die Regulierung und Liberalisierung des Glücksspielwesens ist derzeit blockiert. Gleichwohl scheint das Interesse an der Bewältigung des Problems wieder zu steigen. Es wird aber auch Zeit.

Ziele der Bundesdeutschen Glücksspielregelungen sind, die Glücksspielsucht und Wettsucht zu verhindern, das Glücksspielangebot zu begrenzen, den Jugend- und Spielerschutz zu gewährleisten, aber auch kriminielle und betrügerische Angebote und Machenschaften zu verhindern.

Es schwebt immer noch der Grundgedanke des ersten Glücksspielstaatsvertrages in der Bunderepublik durch die Köpfe, ein staatliches Monopol zu festigen, einige wenige sonstige Glücksspiele zuzulassen und darauf zu vertrauen, dass dadurch illegales Handeln unterbleibt. Weiterlesen

Skandinavien – Vergleich der Regulierungen

Von Thomas Beyer

Dem Scheitern des zweiten Glücksspieländerungsstaatsvertrages wohnen zwei direkte, sich bedingende Konsequenzen inne. Zum einen bedeutet es, dass der erste, im Juni 2021 auslaufende Glücksspieländerungsstaatsvertrag aus dem Jahre 2012 vorerst weiter seine Gültigkeit bewahrt. Zum anderen zwingt es die Regierungen der sechzehn deutschen Bundesländer rasch ihre in Teilen tiefverwurzelten Dissense zu überwinden und sich zeitnah auf einen neuen, belastbaren Glücksspielregulierungsrahmen zu verständigen. Vor dem Hintergrund dieser doch komplexen Gemengelage bietet es sich an, einen Blick auf den skandinavischen Raum zu werfen, der interessante Wege bei der Regulierung des Glücksspiels gegangen ist und substanzielle Denkanstöße für den Neustart der Regulierung in Deutschland liefern kann.

Politisch, ökonomisch und gesellschaftlich weisen die skandinavischen Staaten große Ähnlichkeiten auf, die sich insbesondere in den Bereichen der Arbeitsmarkt-, Bildungs- und Sozialpolitik manifestieren. Nicht umsonst sprechen Sozialwissenschaftler mit Blick auf das redistributive Agieren der Länder generalisierend vom „nordischen Wohlfahrtsstaatsmodell“. Ähnlichkeiten weisen die Staaten auch im Bereich des Glücksspiels auf. Als Bürger wohlhabender, hochtechnologisierter Staaten verfügen die Skandinavier in der Regel über sichere Arbeitsplätze, hohe Haushaltseinkommen sowie exzellente Anbindungen an das Internet – Parameter, die ihnen die Teilnahme an Glücksspielen vereinfachen. So zeigen Zahlen des Hamburger Statistik-Portals Statista, dass die skandinavischen Staaten im europäischen Vergleich überdurchschnittlich hohe Pro-Kopf-Glücksspielausgaben aufweisen.

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US-Kommunen wollen Online-Unterhaltungsdienste der Vergnügungssteuer unterwerfen

Die US-Stadt Chicago hat ihrer Vergnügungssteuer auf Online-Streams wie Netflix, Spotify, Xbox & Co. ausgedehnt. Betroffene Bürger haben Klage dagegen eingereicht.
Bislang sind in Chicago neun Prozent Vergnügungssteuer fällig, wenn man dafür bezahlt hat, bei einem Unterhaltungsevent dabei zu sein. Seit Anfang September sind die neun Prozent auch dann fällig, wenn die Unterhaltung elektronisch übermittelt wird.
Die Stadt rechnet dadurch mit Mehreinnahmen von zwölf Milliarden US-Dollar pro Jahr. Sechs Bürger wehren sich gegen die neue Regelung vor Gericht. Die Steuer sei illegal, formal, wie auch inhaltlich. So kritisieren die Kläger, dass die Ausdehnung der Steuer nicht vom Stadtrat beschlossen, sondern vom obersten Steuerbeamten verfügt wurde. Dazu habe er aus Sicht der Kläger keine Berechtigung. Ferner verstoße die Ausweitung der Steuer auf Online-Dienste gegen das Bundesgesetz. So verbiete der Internet Tax Freedom Act die steuerliche Diskriminierung von Onlinetransaktionen. Die Nutzer der Online-Dienste sehen in den Ausnahmen, die es bei der klassischen Vergnügungssteuer gibt eine Diskriminierung der Online-Dienste, denn dort seien immer die vollen neun Prozent fällig.
Beobachter gehen davon aus, dass wenn Chicago den Streit um die Ausweitung der Vergnügungssteuer gewinnt, die Steuererhöhung auch in andern US-Kommunen Anwendung finden wird.