Sportwettkonzessionsverfahren im dritten Anlauf

Neues Erlaubnisverfahren ab 2020

(Lora Köstler-Messaoudi) Bislang gibt es in Deutschland keine Regulierung für den Sportwettenmarkt. Anbieter von Sportwetten haben aktuell noch keine Möglichkeit, legal zu werden. Der Großteil operiert im Graubereich. So zeigt der aktuelle Jahresreport der Glücksspielaufsichtsbehörden der Länder, dass die Sport- und Pferdewetten im Jahr 2018 im regulierten Markt rund 115 Millionen Euro an Bruttospielerträgen erzielt haben. Im nicht regulierten Markt waren dies deutlich mehr: 1.177 Millionen Euro. Das bedeutet, dass der regulierte Markt in diesem Bereich nicht einmal neun Prozent der Gesamt-Bruttospielerträge ausmacht.

Mehrere Anläufe, den Bereich zu regulieren und damit zu legalisieren scheiterten in der Vergangenheit: In einer ersten Reform des Glücksspielstaatsvertrages einigten sich die Bundesländer auf eine Experimentierphase für Sportwetten. Für sieben Jahre sollten 20 private Anbieter eine Lizenz erhalten. In der europaweiten Ausschreibung bewarben sich rund 80 Anbieter. Nachdem 20 Anbieter ausgewählt wurden, die eine Lizenz erhalten sollten, klagten die unterlegenen Mitbewerber wegen der intransparenten Auswahl. Das Gericht gab den Mitbewerbern Recht. Die Lizenzvergabe scheiterte.

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